Jeden ersten Dienstag im Monat trifft sich der Köcheverein Zwickau. Mal zum lustigem Beisammensein, doch meistens mit einer fachlich-branchenbezogenen Ummalung.
Gestern traf sich der Verein im Gutshof Zschocken. Und mit dabei zwei Firmen, die recht viel Neues vorzustellen hatten.
Die Firma Schnefrost hat es sich nicht nehmen lassen, allerlei Neues auf den Tisch zu bringen. Neu dabei z.B. Kartoffel-Spätzle. Mein Favorit waren die Gemüse-Frikadellen. Kein zerschreddertes Gemüse darin, sondern richtige Stücke. Mit einem Dip richtig lecker. Apropos Dip … da kommt die zweite Firma zum Einsatz, die gestern auch da war: Meggle. Alles sicher von der Butter her bekannt. Doch sie haben nicht nur Butter. Aus der Creme Cuisine lassen sich klasse Dips machen. Zu den Kartoffel-Spätzle passte allerdings die Trüffelbutter besser.
Es ist bereits zur Tradition geworden, dass der Köcheverein sich auf der Hausmesse bei EDEKA in Chemnitz präsentiert. Nicht ganz uneigennützig. Eher eine Form von “Eine-Hand-wäscht-die-andere”. Der Köcheverein kocht eben etwas Leckeres und bietet es den Besuchern der Edeka-Messe an. Im Gegenzug unterstützt der Grossmarkt den Köcheverein auf seine Art bei Veranstaltungen.
Auf diese Weise sagt der Zwickauer Köcheverein auch Danke an die Edeka. Angeboten wurde die Sächsische Geflügelroulade grün-weiss und Kürbis-Quarkkeulchen.
Als kleines Randprogramm haben sich Swetlana Weirauch und Monika Lohmann wieder einmal auf die Finger schauen lassen. Die Gäste der Jubiläumsfeier zum 90-jährigen Bestehen des Zwickauer Köchevereins konnten die Schaustücke bewundern und live erleben, wie aus einer schlichten Wassermelone eine kleine Schönheit wird.
Anlässlich der Jubiläumsfeier des Zwickauer Köchevereins fand gestern das Finale des diesjährigen Rezeptwettbewerbs statt.
Die Finalisten lagen mit ihren Rezepten sehr nahe beieinander. Die Jury hatte die schwere Aufgabe, daraus den Sieger zu küren.
Der Sieger heisst Marco Wölfer vom Hotel Meerane mit dem Rezept: Ochsenbrust “Schwarzes Gold”.
Hier nun das Rezept zum Nachkochen:
Ochsenbrust “Schwarzes Gold”
Zutaten für 4 Personen:
Für die Bier-Senf-Marinade:
3 EL Rapsöl
200 ml Schwarzbier Mauritius “Schwarzes Gold”
1 EL Bautzner Senf
1 TL Senfkörner
1 TL Meerrettich, gerieben
1/2 Chilischote
2 Pr. Salz
15 g frischer Thymian
Knoblauch
Senfkörner, Knoblauch und Chilischote je nach Geschmack in einem Mörser fein zerstossen. Dann Thymian dazugeben. Nun alle anderen Zutataen in den Mörser geben und alles fein zerreiben und verrühren.
Mit der Marinade die aufgeschnittene und plattierte Ochsenbrust einreiben und in einer verschlossenen Dose 2 Tage im Kühlschrank marinieren.
Für die Zungen-Zwiebelfüllung für die Ochsenbrust:
2 St. doppelte Brötchen
2 St. Eier
70 g gekochte Schweinezunge (in Würfel oder feine Streifen geschnitten)
200 ml Milch
15 g Mehl
30 g Butter
20 g Öl
70 g Bacon, Würfel
70 g Zwiebel, Würfel
40 g Petersilie, Salbei, Estragon, gehackt
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Brötchen in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte davon in ausgelassener Butter goldgelb anschwitzen. Gehackte Kräuter kurz mit anglacieren (zur Intensivierung des Geschmacks).
Alle Brötchenwürfel mit der aufgekochten Milch, den Eiern, Mehl und den abgeschwitzten Zutaten in eine Schüssel geben und mit Salz, etwas Pfeffer und abgeriebener Muskatnuss würzen. Nun die Masse locker mit den Fingern durcharbeiten. Dabei nicht kneten. Die Brötchenwürfel sollen noch gut erkennbar sein.
Fleisch marinieren, füllen und schmoren:
Marinade
Zungen-Zwiebelfüllung
1 kg Ochsenbrust (dickes Stück ohne Knochen)
1 kg Knochen vom Kalb oder Schwein (evtl. vom Fleischer hacken lassen)
300 g Zwiebeln, geschält und grob gewürfelt
100 g Karotten, geschält und grob gewürfelt
400 ml Schwarzbier “Schwarzes Gold”
500 ml Braune Grundsosse
Pflanzenöl
Tomatenmark
Salz, Pfeffer
Ochsenbrust wie beschrieben vorbereiten, marinieren und mit der Füllung versehen. Zur Rolle gewickelt, mit Salz und Pfeffer von aussen würzen.
Knochen in heissem Öl anbraten. Gemüse dazugeben und dunkelbraun anbraten. Tomatenmark zugeben und mitbräunen. Schwarzbier angießen und einreduzieren lassen. Mit Brauner Grundsosse auffüllen und aufkochen lassen.
Fleischrolle in die Sosse geben und bei 160 °C ca. 3,5 Stunden garen. Zwischendurch immer wieder Grundsosse nachgießen. (Beachten: Fleisch in viel Flüssigkeit garen!) Fleisch aus der Sosse nehmen. Sosse mit brauner Mehlschwitze binden (falls nötig und gewünscht). Alles durch ein feines Haarsieb passieren. Vor dem Auftragen noch etwas Schwarzbier in die Sosse geben.
Sosse nachschmecken und nach Zugabe des Biers auf die Konsistenz achten.
Gemüseroulade, Kartoffelpürree und Kartoffelwürfel:
1 Weisskohl
2 Karotten
1 Kohlrabi
1 Sellerie
50 g gehackte Petersilie
2 Eier
Sahne
Semmelmehl
Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmel
Die grossen Blätter vom Weisskohl in Kümmelwasser blanchieren. Die anderen Gemüse in kleine Würfel schneiden und einzeln bissfest blanchieren. Reste vom Kohlrabi, Sellerie und etwas Weisskohl im Mixer prürieren und mit Ei, Sahne, Semmelmehl und Gewürzen zu einer festen Masse verarbeiten. Petersilie dazu geben. Weisskohlblätter (Strunk entfernen) auf Klarsichtfolie ausbreiten, Masse daraufgeben, zur Rolle formen und mit Bindfaden fixieren. Je nach Dicke ca. 45 Minuten bei 90 °C im Wasserbad garen.
300 g Kartoffeln
20 g Ruccola, gehackt
20 g Petersilie, gehackt
100 ml Milch
Pflanzenöl
Salz, Muskat
Kartoffeln schälen. 1 Kartofel in ca. 1,5 x 1,5 cm grosse Würfel schneiden und in Salzwasser fast gar blanchieren. Restliche Kartoffeln in kleine Stücke teilen, gar kochen, abgießen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Salz und Muskat würzen und mit der Milch vermengen und kurz vor dem Servieren Ruccola und Petersilie untermischen. Kartoffelwürfel mit Salz würzen und in heißem Pflanzenöl auf allen Seiten goldgelb anbraten. Evtl. ein Stück Rosmarin in der Pfanne mitschwenken.
Kommenden Dienstag, den 5. Oktober 2010, ist es nun soweit:
Finale des diesjährigen Rezeptwettbewerbes des Zwickauer Köchevereins.
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung zum 90-jährigen Bestehen des Vereins der Zwickauer Köche e.V. findet das finale Kochen statt. “Historische Rezepte – modern interpretiert” ist das Motto. Und dies alles mit Zutaten der Region. Alle sind gespannt, was dabei Gutes herauskommen wird.
Nebem dem Kochen gibt es noch eine Ausstellung historischer Küchenutensilien und einen Teil der riesigen Speisenkarten-Sammlung unseres Vereinsmitglieds Lothar Heimann zu bestaunen.
Wie bereits auf dem Historischen Markt werden zwei unserer Vereinsfrauen wieder zum Gemüse, Obst und Messer greifen, um daraus wahre Kunstwerke zu schnitzen.
Vom Bäcker kommt die “Kumpelkruste” – ein rustikales Brot … für alle zum Probieren. Und damit keiner hungrig nach Hause gehen muss, kümmert sich der Zwickauer Hilfeverein e.V. um das leibliche Wohl rund um das Fest.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Dienstag, 5. Otober 2010, 17.00 Uhr im “Erlenwald” in Reinsdorf, OT Vielau.
Wie schnell ein Jahr vergeht. Nein, Weihnachten ist noch nicht, doch das Kürbisfest im Gewerbegebiet in Meerane.
Und wie üblich war auch das Hotel Meerane wieder dabei. Von der Küche gab es wieder lukullische Leckereien mit Kürbis – was sonst?
- Kürbissüppchen
- Kürbis-Quarkkeulchen und
- Kürbis-Kuchen in verschiedensten Geschmacksrichtungen
Die Dekoration war wieder mit viel Liebe und noch mehr handwerklichem Geschick gefertigt. Gemüseschnitzen der Extraklasse.
Hier im Video ein kleienr Eindruck davon.
Nur leider hat das Wetter gar nicht mit gespielt. Regen den ganzen Tag. Deshalb waren auch nicht soviele Besucher gekommen wie in den Vorjahren. Hofen wir, dass der Wettergott nächstes Jahr mehr Einsehen mit uns und dem Kürbisfest hat.
Anlässlich des Robert-Schumann-Jubiläums-Jahres fand der Historische Markt in diesem Jahr an zwei Tagen statt. Der Verein der Zwickauer Köche war traditionsgemäss mit grossem Restaurant-Zelt auf dem Hauptmarkt dabei. Angeboten wurde nicht nur das legendäre Bürgersteak, sondern auch weitere regionale und saisonale Gerichte. Von der Kürbissuppe wurde vielfach das Rezept erbeten. Beim frisch gebackenen Kartoffelkuchen haben viele Leckermäulchen zugegriffen.
Doch es gab dieses Mal nicht nur allerlei Gutes zu essen, es gab auch etwas Besonderes zu sehen. Zwei Frauen des Vereins haben gezeigt, was mit scharfen Messern und handwerklichem Geschick aus Obst und Gemüse geschnitzt werden kann. Ein Kürbis-Blumen-Brunnen, dekorative Melonen, Sträusse mit Möhren-, Rettich- und Rote-Bete-Blüten dazu ein Kakadu, Schwäne und Fische … zogen die Aufmerksamkeit vieler Besucher an.
Der Wettergott war dem Historischen Markt sehr sehr wohl gesonnen. Zwei richtig tolle Sommertage lockten zahlreiche Menschen nach Zwickau. So war das Wochenende für alle ein gelungenes Erlebnis: Für die Besucher zum Schauen, Staunen, Erleben und Geniessen. Für die Händler, Gewerbetreibenden, Vereine und die zahlreichen Künstler und Musikanten ein anstrengendes doch auch sehr schönes Fest.
Historischer Markt in Zwickau am 11. und 12. September 2010 in Zwickau.
Dieses Jahr zu Ehren des Jubiläums von Robert Schumann findet der Historische Markt über zwei Tage lang statt. Der Verein ist wieder dabei. In diesem Jahr nicht nur mit den legendären Vereins-Speisenangeboten, sondern auch mit passenden – zum Jubiläum mit gebrachten – Angeboten. Dazu gehört eine deftig-würzige Kürbissuppe, Kürbis-Quarkkeulchen und Kartoffelkuchen nach altem Rezept.
Wie jedes Jahr findet auch dieses Jahr wieder der Rezeptwettbewerb des Vereins der Zwickauer Köche e.V. statt.
Doch dieses Mal besonders gemünzt auf das 90-jährige Jubiläum des Vereins.
Der Verein wurde 1920 gegründet und 1990 wieder gegründet. Zur Tradition passend, ist deshalb auch das Motto des Rezeptwettbewerbs 2010:
“Historische Rezepte – modern interpretiert”
… mit Bezug auf regionale alte Rezepte und regionale Produkte bzw. Grundzutaten.
Dafür sind inzwischen sehr interessante Rezeptvorschläge eingereicht worden. Der beste Vorschlag solle gewinnen. Das Finale des Rezeptwettbewerbs findet anlässlich der Jubiläums-Veranstaltung am 5. Oktober 2010 statt.
Zur Jubiläums-Veranstaltung wird Vereinsmitglied Lothar Heimann in seine umfangreiche Sammlung historischer Speisekarten aus aller Welt greifen und eine besondere Auswahl präsentieren.
Dazu gibt es noch eine Sammlung historischer Küchenutensilien. Ist schon erstaunlich, womit früher gekocht und gewerkelt wurde.
Am 5. Oktober 2010 wird ebenso die “Kumpelkruste” präsentiert und alle sind zur Verkostung eingeladen. Die “Kumpelkruste” ist ein Brot nach altem Rezept mit Sauerteig bereitet, mit Körner verfeinert. Den Namen hat das Brot von den Bergleuten der Zwickauer Region erhalten.
Seien Sie als gespannt und schauen Sie am 5. Oktober im “Erlenwald” vorbei. Siehe Ankündigung rechts.
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